Expertenmeinung

GÄCD warnt vor Einspritzung von freiem Silikon
Wie die Nachrichtenagentur AFP am 09.02.2011 berichtete, starb eine britische Studentin nach Silikonspritze für eine Gesäßvergrößerung. Die 20 Jährige, die für den Eingriff in die USA flog, erlitt in einem Krankenhaus von Philadelphia einen Herzstillstand. Kurz zuvor war ihr in einem Hotel Silikon zur Po-Vergrößerung gespritzt worden.
„Vor dem Injizieren von freiem Silikon warnt unsere Gesellschaft seit Jahren“, so Dr. Matthias Gensior, Generalsekretär der GÄCD. „Nicht nur das erhebliche Abwehrreaktionen des Körpers auf das Silikon erfolgen können. Bei der Verwendung von freiem Silikon gelangt dies auch immer in das umliegende Gewebe und wird im Laufe der Zeit über die Lymphe über den ganzen Körper verteilt. Deswegen lautet die Empfehlung, ausschließlich feste Silikonimplantate zu verwenden.
Zudem, so die Meinung der GÄCD muss darauf geachtet werden, dass lediglich Implantate verwendet werden, die eine medizinische CE-Zulassung haben und die in Langzeitstudien auf Sicherheit und Verträglichkeit erprobt wurden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Implantateinlagen, so wie auch jeder andere Eingriff nur von dafür ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden dürfen.
Implantate, unabhängig davon ob sie beispielsweise in der Brust oder in andere Körperregionen eingesetzt werden, bestehen heutzutage entweder aus Silikongel oder eine physiologischen Kochsalzlösung. Beide Substanzen sind in einer festen Silikonhülle eingebettet. Bei den Silikongel-Implantaten besteht keine Gefahr des Auslaufens, da es sich nicht um eine Flüssigkeit, sondern um ein Gel handelt. Bei den Kochsalzimplantaten wird im Falle eines unwahrscheinlichen Hüllenriss, die Flüssigkeit problemlos vom Körper abgebaut.
Quelle: Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.