Symptome

Schüttelfrost

  • Beschreibung
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Therapie

Beschreibung

Der Begriff Schüttelfrost bezeichnet ein nur subjektiv empfundenes Gefühl der Kälte, das nach außen hin als ein Zittern der Muskeln in Erscheinung tritt. Diese heftige Bewegung der Muskulatur geschieht vollkommen unbewusst und lässt sich deshalb auch nicht kontrollieren.

Das Zittern betrifft vor allem die Muskeln an den Oberschenkeln und dem Rücken, gelegentlich auch die Kiefermuskulatur. Wenn der Körper bei tatsächlicher Kälte friert, reagiert er auf ganz ähnliche Weise. Durch das schnell aufeinanderfolgende Zusammenziehen und Lockern der Muskulatur bei Schüttelfrost entsteht Wärme, die zu einem Anstieg der Körpertemperatur über die für gesunde Menschen normalen 37 Grad Celsius führt.

Schüttelfrostschübe, die sich meist nach wenigen Minuten wieder legen, gehören zur Symptomatik verschiedener Erkrankungen.

Ursachen

Besonders häufig wird Schüttelfrost durch Fieber ausgelöst, das von Infektionserkrankungen wie einem grippalen Infekt oder einer Virusgrippe herrührt.

Tritt der Schüttelfrost das erste Mal nach der Rückkehr von einer Fernreise auf, könnte eine Infektion mit einer Tropenkrankheit wie Malaria oder Gelbfieber vorliegen.

Darüber hinaus ist Schüttelfrost ein häufiges Begleitsymptom bei diesen Krankheiten:

In sehr seltenen Fällen tritt Schüttelfrost auch in Zusammenhang mit einem akuten Glaukom (grüner Star) auf.

Diagnose

Um zu einer exakten Diagnose zu gelangen, erfragt der behandelnde Arzt vor der eigentlichen körperlichen Untersuchung eine Reihe von Informationen über den Krankheitsverlauf.

So interessiert ihn, seit wann der Schüttelfrost bereits auftritt und von welchen anderen Beschwerden er begleitet wird. Auch Angaben über eine bestehende Vorerkrankung sowie eine Fernreise vor kurzer Zeit können dem Facharzt wichtige Hinweise für die Diagnose liefern.

Bei der folgenden körperlichen Untersuchung hört der Arzt die Lunge stethoskopisch ab, ertastet mögliche Veränderungen der Lymphknoten und überprüft den Körper auf Entzündungsherde. Vermutet der behandelnde Facharzt eine Infektionserkrankung als Ursache des Schüttelfrosts, geben eine Blutuntersuchung und ein zusätzlicher Abstrich Aufschluss über den möglichen Erreger.

Zur Absicherung der Diagnose können weitere Untersuchungsmethoden erforderlich sein:

Therapie

Um Schüttelfrost zu behandeln, muss zunächst ein Facharzt die Ursache dieses Symptoms feststellen. Liegt eine Grunderkrankung vor, erfordert diese eine zielgerichtete Therapie.

Bei einem Sonnenstich sollten die Betroffenen vor allem den entstandenen Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen und reichlich Wasser und möglichst auch eine Lösung mit Elektrolyten zu sich nehmen. Zusätzlich hilft es, den Körper mit in kaltem Wasser getränkten Tüchern zu bedecken oder ein kaltes Bad zu nehmen.

Eine Bakterieninfektion als Ursache des Schüttelfrostes erfordert zumeist die Einnahme von Antibiotika. Bei Schüttelfrost in Kombination mit starkem Fieber hat sich die Anwendung von kalten Wadenwickeln und Schwitzkuren bewährt.