Behandlungsmethoden

Belastungs-EKG

  • Beschreibung
  • Durchfhrung
  • Anwendung und Risiken

Beschreibung

Das Belastungs-EKG ist eine spezielle Form der Echokardiographie (EKG), bei der die Reaktion des Herzens unter körperlicher Belastung getestet wird.

Sobald der Organismus körperlicher oder sportlicher Aktivität ausgesetzt ist, erhöht sich die Herzfrequenz je nach Belastungsniveau. Im Rahmen des Belastungs-EKGs wird unter kontrollierten Bedingungen der Patient physisch belastet (z.B. durch Ergometrie), um die Herzfrequenz zu erhöhen. Ziel dabei ist es, die maximale Herzfrequenz des Patienten zu erreichen.

So können Veränderungen der Herzfunktionen während körperlicher Betätigung untersucht werden, um unentdeckte Erkrankungen und Gesundheitsstörungen zu ermitteln. Das EKG zeichnet alle elektrischen Impulse des Herzens während der Untersuchung auf und wertet diese aus. So können auch geringe Abweichungen aufgezeigt werden.

Die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen wird durch das präzise arbeitende Belastungs-EKG sehr erleichtert. Das macht auch eine schnelle Therapie der Erkrankung möglich.

Durchfhrung

Während des Belastungs-EKGs wird der Patient mit vier unterschiedlichen Belastungsphasen konfrontiert, um die Herzfrequenz in den einzelnen Phasen zu messen.

Dazu befindet sich der Patient auf einem stationären Fahrrad (Ergometer) oder Laufband, das jeweils nach zwei Minuten seine Belastungsstufen ändert.

Die erste Phase ist dem normalen und zügigen Gehen nachempfunden. Die Belastungsphasen steigern sich aber kontinuierlich und enden mit der letzten Etappe, die extreme sportliche Aktivitäten imitiert. Nach jeder Phase werden das EKG und der Blutdruck des Patienten kontrolliert. Nach Beendigung aller vier Phasen erfolgt in einem 10-minütigen Abstand eine weitere Messung.

Klagt der Patient über Atemnot oder Schwindel, muss die Untersuchung vorzeitig abgebrochen werden. Auch im Vorfeld werden individuelle Risikofaktoren beachtet. So darf das Langzeit-EKG nicht kurz nach einem Herzinfarkt, einer Thrombose oder bei einer Herzmuskelentzündung durchgeführt werden. In einigen Fällen muss der Patient vor der Untersuchung seine Herzmedikamente absetzen.

Anwendung und Risiken

Auf Basis des Untersuchungsbefundes können Auffälligkeiten der Herz-Kreislauffunktionen fachärztlich beurteilt werden, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.

So kann die Untersuchung zur Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit angewendet werden. Auch ein zu hoher Bluthochdruck bei körperlichen Anstrengungen wird mit dem Belastungs-EKG nachgewiesen. Nach einem Herzinfarkt oder einer Herzoperation testet der Arzt auf diesem Weg die physische Belastbarkeit des Patienten.

Die Risiken der Untersuchung sind sehr gering. Nur selten treten Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen oder sogar ein akuter Herzinfarkt auf. Aus diesem Grund ist immer ein Facharzt bei der Untersuchung anwesend.