Symptome

Verstopfte Nase

  • Beschreibung
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Therapie

Beschreibung

Die Nase dient dem Menschen nicht nur zur Wahrnehmung von Gerüchen. Durch die beiden Nasenlöcher atmen wir Luft ein, die im Inneren der Nase erwärmt, angefeuchtet und gesäubert wird. Durch eine verstopfte Nase bekommt man nicht nur schwer Luft, sie behindert auch das Riechen.

In den meisten Fällen fühlt sich die Nase deshalb verstopft an, weil die Nasenschleimhaut angeschwollen ist, ein Fremdkörper oder eine Wucherung die Nasengänge verengt. Sehr häufig ist davon auch nur eines der beiden Nasenlöcher betroffen.

Den Betroffenen fällt es durch die gefühlte Verstopfung nicht nur schwer, durch die Nase einzuatmen. Vielfach klagen sie auch über Schnarchen, Mundtrockenheit am Morgen oder Kopf- und Halsschmerzen.

Ursachen

Eine verstopfte Nase tritt sehr häufig bei Schnupfen auf, der zu den typischen Begleiterscheinungen von leichten Atemwegsinfekten gehört. In diesem Fall kann es mehrere Tage oder gar Wochen dauern, bis man wieder frei durch die Nase atmen kann.

Sofern kein Fremdkörper die Nasenlöcher verstopft, sind auch die nachfolgend genannten Erkrankungen und Formveränderungen der Nase als mögliche Ursache der behinderten Nasenatmung denkbar:

  • Allergien
  • regelmäßige Anwendung von Nasenspray
  • Verformung der Nasenscheidewand
  • Nasenpolypen und Nasentumoren
  • Nasennebenhöhlen-Entzündung
  • Vergrößerung der Rachenmandeln oder der Nasenmuscheln
  • trockene Luft

Diagnose

Eine über einen längeren Zeitraum verstopfte Nase oder eine wiederkehrende Beeinträchtigung der Atmung durch die Nase sollten von einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO-Arzt) auf ihre Ursachen hin untersucht werden.

Während der Anamnese verschafft sich der HNO-Arzt einen ersten Überblick über die Krankheitsgeschichte. Er erkundigt sich nach den Beschwerden, die das Gefühl einer verstopften Nase begleiten und fragt nach bestehenden Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien.

Der Facharzt inspiziert im Anschluss an das Gespräch mit dem Patienten die Nase und ihre Nebenhöhlen. Er kann einen Abstrich nehmen, um labordiagnostisch mögliche Infektionserreger nachweisen zu können. Ergänzend bietet sich ein Allergietest sowie eine Blutuntersuchung an.

Eine Nasenspiegelung ermöglicht dem Facharzt, mit Hilfe eines optischen Spezialinstruments auch in die tiefer liegenden Bereiche des Naseninneren zu schauen. Äußerlich nicht erkennbare Verformungen innerhalb der Nase sowie gut- und bösartige Wucherungen lassen sich bei einer Ultraschall- oder einer Röntgenuntersuchung nachweisen.

Therapie

Die bei der fachärztlichen Diagnose ermittelte Ursache ist ausschlaggebend für die Behandlung bei einer verstopften Nase. Ein Schnupfen ist ein möglicher Grund für die erschwerte Atmung durch die Nase, der keine spezielle Therapie erfordert, sondern von allein abheilt.

Körperliche Ruhe und Dampfbäder mit Kamille verkürzen zwar nicht den Heilungsprozess, lindern allerdings die Beschwerden bei einem Schnupfen. Bei einem hartnäckigen grippalen Infekt hilft die zusätzliche Einnahme von Medikamenten gegen Fieber und Schmerzen. Antibiotika wird ein Arzt erst dann verschreiben, wenn die Infektion durch Bakterien ausgelöst wurde.

Konnte eine Allergie als Auslöser nachgewiesen werden, so gilt es zunächst der auslösenden Substanz aus dem Weg zu gehen. Zur kurzfristigen Linderung der Beschwerden eignen sich Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure, während auf lange Sicht nur eine Hyposensibilisierung gegen die eigentliche Ursache der Allergie wirkt.

Bei einer chronisch geschwollenen Nasenschleimhaut sollten Sie auf den Gebrauch abschwellender Nasensprays besser verzichten, da sie bei längerer Anwendungszeit die Nasenschleimhaut austrocknen und dauerhaft anschwellen lassen.

Ein festsitzender Fremdkörper in der Nase muss durch einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde mit Hilfe spezieller Instrumente entfernt werden. Ein größerer chirurgischer Eingriff ist dann erforderlich, wenn ein Nasentumor oder -polyp für die Verstopfung verantwortlich ist. Auch kann eine Verformung der Nasenscheidewand nur operativ korrigiert werden.

 

 

 

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