Symptome

Heiserkeit

  • Beschreibung
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Therapie

Beschreibung

Heiserkeit ist ein Anzeichen dafür, dass es Störungen bei der Stimm- oder Tonbildung gibt. Durch die Beeinträchtigung verändert sich der Klang der Stimme beim Betroffenen.

Die Tonproduktion ist ein komplizierter Prozess, der fast 50 Muskeln des Hals-Kopfbereichs beansprucht. Dieser komplizierte Vorgang ist daher sehr störanfällig.

Ursprung der Stimmbildung ist dabei der Kehlkopf, der zwei sogenannte Stimmlippen (Stimmbänder) enthält, die beim Sprechvorgang durch Muskelkraft aufeinander gedrückt werden. Durch Ausatmung von Luft werden die Stimmbänder in Schwingung versetzt und es entstehen Töne.

Bei Heiserkeit ist dieser Vorgang der Stimmbildung gestört. Die Beeinträchtigung durch Heiserkeit führt dazu, dass die Normallautstärke der Stimme so eingeschränkt ist, dass Patienten häufig nur noch flüstern können.

In den meisten Fällen tritt Heiserkeit infolge einer Erkältung auf. So tritt Heiserkeit oft zusammen mit Husten, Schnupfen, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen auf. Begleiterscheinungen sind ein rauer und trockener Rachen, der leicht schmerzt, weshalb sich Betroffene oft räuspern.

Normalerweise ist diese Heiserkeit als harmlos einzustufen und klingt binnen weniger Tage von alleine ab. Betroffene, die von Berufswegen aus laut und viel sprechen müssen, sind von Heiserkeit häufiger betroffen als andere Personen.

Ursachen

Heiserkeit ist für die Betroffenen unangenehm, da sie mit leichten Schmerzen einhergeht und den Patienten beim Sprechen stark einschränkt.

Die Ursachen dafür liegen häufig in Kehlkopf- und Rachenentzündungen begründet, die durch (infektionsbedingte) Reizungen der Schleimhaut bedingt werden. Infolge der Schleimhautreizung können die Stimmlippen nicht frei schwingen und der Patient wird heiser.

In den meisten Fällen ist Heiserkeit eine Folge einer Erkältung, die mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen einhergeht. Auch eine Virusgrippe kann der Auslöser für eine Heiserkeit sein. Ebenso typisch ist eine Reizung der Schleimhaut, die durch Stimmüberlastungen, seelische Anspannungen, Stress oder Nikotinkonsum ausgelöst, zu einer Heiserkeit führt.

Das Einatmen von zu kalter, zu warmer oder zu trockener Raumluft kann ebenso eine Heiserkeit begünstigen wie auch ein Flüssigkeitsmangel durch weniges Trinken zu einem rauen Hals führt..

Für folgende weitere Krankheiten kann eine Heiserkeit auch symptomatisch sein:

Eine Heiserkeit kann auch nach Operationen auftreten, falls der Beatmungsschlauch die Stimmbandnerven verletzt hat.

Diagnose

Normalerweise verschwindet eine Heiserkeit innerhalb weniger Tage von allein. Halten die Beschwerden jedoch über mehrere Wochen an, sollten Patienten einen Facharzt konsultieren.

Im Rahmen der Patientenanamnese erkundigt sich der Arzt nach Dauer und Begleiterscheinungen der Heiserkeit. Symptome wie Atemnot, Schluckbeschwerden oder Schmerzen sind dabei von besonderer Relevanz für die Diagnose.

Zudem sollte der Patient mögliche Vorerkrankungen oder kürzlich durchgeführte chirurgische Eingriffe angeben. Auch der Kontakt mit externen Einflussfaktoren wie Nikotin oder chemischen Reizstoffen sollten angeführt werden.

Im Anschluss tastet der Facharzt die Lymphknoten ab und untersucht den Mund- und Rachenraum. Gegebenfalls wird ein Abstrich für die Anlegung einer Erregerkultur entnommen.

Zusätzlich zur Basisdiagnostik (Blutuntersuchung, Kehlkopfspiegelung) können weitere Untersuchungsverfahren für die Ursachenfindung herangezogen werden:

Therapie

Wirksam bei einer Heiserkeit ist in jedem Fall Schonung, um die Stimmbänder und die Rachenschleimhaut zu entlasten. Patienten sollten daher versuchen so wenig wie möglich zu sprechen und auch Flüstern zu vermeiden.

Um die Schleimhaut möglichst wenig zu reizen, sollten Betroffene nicht rauchen und auf Hausmittel mit Menthol verzichten. Stattdessen können Salbei-Gurgellösungen oder Isländisch-Moos-Tee den Entzündungsreiz im Hals lindern. Das Süßen mit Honig wirkt sich außerdem günstig auf den gereizten Hals aus. Um die Wundheilung im Rachen zu verbessern, helfen auch Kamille-Dampfbäder.

Wird die Heiserkeit durch eine Erkrankung verursacht, muss diese gezielt therapiert werden. Bei bakteriellen Infektionen wird in der Regel ein Antibiotikum verschrieben. Im Fall eines Geschwürs ist unter Umständen auch ein chirurgischer Eingriff notwendig.